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Machst Du diese 9 Fehler beim Sparen?

Sparen klingt in der Theorie ganz leicht. Du legst ein wenig Geld von Deinem Einkommen auf Seite. Gehst an dieses Geld nicht mehr ran. Fertig.

Dann lehnst Du Dich zurück… und Dein Geld vermehrt sich automatisch. Nach kurzer Zeit bist Du wohlhabend.

Sparen ist kinderleicht. Oder? Hast Du als Kind Dein wöchentliches Taschengeld gespart oder es wie ich recht schnell in der Schulbäckerei für Süßigkeiten ausgegeben?

In Wirklichkeit ist sparen nicht leicht. Erfolgreich sparen ist komplex und es erfordert Disziplin.

Deshalb ist es wichtig, dass Du ein paar Dinge beim Sparen richtig machst. Hier sind die 9 schlimmsten Fehler, die Sparer heute machen.

1. Du fängst zu spät mit dem Sparen an

Wichtige Information vorab: Wirklich zu spät ist es niemals! Du kannst jederzeit mit dem Sparen anfangen.

Wenn Du aber erfolgreich sparen möchtest, solltest Du so früh wie möglich damit beginnen. Sagen wir mal, Du startest im Alter von 40 Jahren. Du sparst pro Monat 100 Euro. Diese legst Du mit durchschnittlich 3 % Rendite an. So hast Du bei Rentenantritt mit 65 etwa 44.462,07 Euro gespart. Natürlich ein hübsches Sümmchen.

Stell Dir jetzt vor, Du startest im Alter von 20 Jahren und tust das Gleiche. Du sparst pro Monat 100 Euro. Im Alter von 65 Jahren hast Du jetzt 113.071,87 Euro. Das ist bei „nur“ 20 Jahren länger mehr als das Doppelte!

Dieses Wachstum verdankst Du ganz einfach dem Zinseszins-Effekt. Dieser arbeitet für Dich und Du profitierst. Dafür musst Du nichts weiter tun, als diesen Effekt in Ruhe für Dich arbeiten zu lassen.

Wenn Du jetzt die Sparrate pro Monat im höheren Alter noch anhebst, verstärkst Du diesen Effekt noch. Dein Sparergebnis wird um ein Vielfaches besser sein, wenn Du früher mit dem Sparen anfängst.

Tipp mit Verstand:
Fange früh mit dem Sparen an, um den Zinseszins-Effekt für Dich arbeiten zu lassen!

2. Du hast kein schriftliches Sparziel definiert

Wer sich keine Ziele setzt, wird auch nur irgendwo im Nirgendwo ankommen. Was passiert, wenn Du im Navigationsgerät in Deinem Auto kein Ziel angibst: Es bleibt stumm und führt Dich nicht. Wenn Du Dir ein Sparziel setzt, unterstützt Dein Unterbewusstsein Dich beim Erreichen dieses Ziels.

Am ehesten hilft es Dir, wenn Du Dein Sparziel schriftlich für Dich festhältst. Durch den Schreibvorgang festigt sich Dein Ziel in Deinem Unterbewusstsein entsprechend.

Was willst Du also mit dem Sparen erreichen? Einen gewissen Betrag X? Dir einen Traum erfüllen? Schreib es auf!

Tipp mit Verstand:
Definiere Dein persönliches Sparziel und schreibe es Dir auf!

3. Du hast ein unrealistisches Sparziel definiert

Hin und wieder höre ich Menschen, die sich vornehmen eine Million Euro zu sparen. Dann haben sie die ersten 1.000 Euro gespart und vergleichen das mit ihrem gesetzten Sparziel. Einziges Ergebnis: „Boah, dauert das noch lange…“. Das frustriert und wirft Dich zurück. Zack sind die 1.000 Euro für irgendeinen Schmarrn ausgegeben – und die Uhr steht wieder auf 0.

Setze Dir realistische und konkrete Ziele mit Zeitangabe. Beispiel für ein konkretes Ziel: In 5 Jahren 50.000 Euro sparen. Noch besser: Arbeite mit Zwischenzielen. Zwischenziele für ein solches Ziel können wie folgt aussehen:

  • 5.000 Euro nach dem ersten Jahr
  • 12.000 Euro nach dem zweiten Jahr
  • 22.000 Euro nach dem dritten Jahr
  • 36.000 Euro nach dem vierten Jahr
  • 50.000 Euro nach dem fünften Jahr

Die Zwischenziele zeigen Dir auch, ob Dein eigentliches Ziel und der Weg dorthin überhaupt realistisch ist. Wenn Du wirklich 50.000 Euro in 5 Jahren angespart haben möchtest, musst Du schon eine Menge pro Monat sparen. Im letzten Jahr müssen es ca. 1170 Euro pro Monat sein. In dem Beispiel lasse ich alle Formen von Anlagen, Zinsen oder Ähnlichem einfach mal außen vor.

Tipp mit Verstand:
Setze Dein Sparziel realistisch an und konkretisiere es mit dem Faktor Zeit! Definiere zudem Zwischenziele und prüfe dadurch, ob Dein Sparziel realistisch ist!

4. Du verwechselst Sparen mit Geiz

In meinen Vorträgen habe ich schon gehört, dass Menschen sagen sie müssen geizig werden, um zu sparen. Sie dürfen also dem notdürftigen Obdachlosen in der Innenstadt den Euro nicht mehr in seinen löchrigen Hut werfen. Sie meinen, dass sie dann auch kein Geld mehr an wertvolle Hilfsorganisationen spenden.

Das ist ein völlig falscher Glaubenssatz! Geld zu sparen und bewusst mit Deinem eigenen Geld umgehen bedeutet nicht gleichzeitig, dass Du – wie Dagobert Duck – auf jedem Euro sitzen bleibst und geizig sein sollst.

Wenn Du bewusst und erfolgreich sparst – am Anfang des Monats, dann kannst Du Dein restliches Geld genau so wie heute auch ausgeben. Du darfst es sogar am ersten Tag des Monats regelrecht verprassen! Solange Du dann entsprechend diszipliniert bist und danach kein Geld mehr ausgibst.

Du musst beim Sparen eben nicht jeden Cent umdrehen. Du agierst bewusst mit Deinem Geld.

Tipp mit Verstand:
Bewusst Geld sparen und bewusst mit Geld umgehen bedeutet nicht gleichzeitig, geizig sein zu müssen!

5. Du investierst ohne Wissen

Wenn Du die ersten 2.000 oder 5.000 Euro gespart hast und ein Flyer von Prokon (haben mit 8 % Rendite geworben) in Deinem Briefkasten landet und Du am nächsten Tag Dein hart erspartes Geld an eine Dir völlig unbekannte Firma überweist, hast Du diesen Fehler schon begangen. Immer wieder lerne ich Menschen kennen, die ihr Geld in Dinge investieren von denen sie eigentlich keine Ahnung haben.

Bevor Du ins Kino gehst, schaust Du Dir den Trailer des Films an. Du schaust nach den Schauspielern, nach dem Genre und ggfs. nach Kritiken im Internet. Du investierst also relativ viel Zeit für eine Ausgabe von 15 Euro (inkl. Popcorn und Cola) und ca. 90 Minuten Unterhaltung.

Bei einer Investition von mehreren Tausend Euro, die Du für mehrere Jahre anlegen möchtest investierst Du grade mal das Lesen eines Flyers und vielleicht 5 Minuten Internetrecherche. Hier stimmt das Verhältnis einfach nicht.

Wenn das Geld dann nach ein paar Monaten oder Jahren plötzlich einfach weg ist, weil die Firma insolvent ist – oder es eben ein Bauernfänger-Angebot war, passiert nun folgendes: Für Dich ist klar: „Investieren ist nichts für mich“ und „Der Investment-Markt ist böse“. Diese Glaubenssätze festigen sich bei Dir und Du investierst nicht mehr.

Baue also zunächst Wissen über ein Investment auf, bevor Du es tätigst. Lies Fachbücher, recherchiere länger im Internet oder Fachzeitschriften, frag Freunde oder Bekannte, was sie davon halten (Das aber nur, wenn sie sich besser auskennen als Du selbst.).

Wenn Du die Art des Investments verstanden hast – wenn Du weißt wie 8 % Rendite zustande kommen – und das Risiko für 8 % Rendite entsprechend hoch ist. Wenn Du Dir sicher bist, dass diese Art von Investment zu Dir und Deinem Sparziel passt. Dann tu es! Aber eben erst dann. Sonst lass es!

Tipp mit Verstand:
Investiere nicht ohne genug Wissen über die Art des Investments!

6. Du verwechselst investieren und konsumieren

Viele Menschen kaufen sich von ihrem gesparten Geld ein Auto und glauben, dass sie das Geld gut investiert hätten. Ein Auto ist jedoch ein Gebrauchsgegenstand und mit der Zeit verliert dieses Auto nur an Wert. Von Oldtimern hier mal abgesehen – aber mit denen muss man sich gut auskennen (siehe Punkt 6: Investieren ohne Wissen).

Wenn Du Dir für 5.000 Euro ein gebrauchtes Auto kaufst, obwohl Du vielleicht noch ein funktionsfähiges und fahrtüchtiges Auto besitzt, verbrennst Du Deine Ersparnisse. Nach ca. 3 Jahren ist dieses Auto dann bei sehr guter Pflege und perfekter Wartung vielleicht noch 2.000 Euro wert. Bedeutet unterm Strich: Du hast Dich mal eben pro Jahr 1.000 Euro von Deinem eigenen Sparziel entfernt.

Du hast also Rückschritt gemacht! Glückwunsch. So wirst Du Dein schriftlich definiertes Ziel nur schwer erreichen.

Vermeide also Konsum, den Du als Investment verkleidest.

Tipp mit Verstand:
Konsum ist nicht gleich Investition! Ein Auto, der Sommerurlaub, eine Spielekonsole oder die DVD-Sammlung ist kein Investment!

7. Du sparst zu viel

Jetzt glaubst Du wahrscheinlich ich spinne: „Erst predigt er Sparen ist gut – und dann darf ich nicht zu viel sparen.“

Manche Menschen wollen einfach alles von ihrem Geld sparen, was sie nicht zwingend benötigen. Bedeutet: Du verdienst netto 1.500 Euro. Davon gehen 900 Euro für Miete, Auto und Lebenskosten ab. Also werden 600 Euro pro Monat gespart. Das ist nicht sinnvoll!

Jeden Monat wirst Du an Dein Erspartes rangehen müssen. Dann wird das Nutzen des Ersparten zur Gewohnheit und Du tust es so lange, bis Dein Erspartes aufgebraucht ist. Damit hast Du kein Erfolgserlebnis und Du stellst das Sparen irgendwann ein, weil es ja doch nichts bringt.

Wenn Du Dich finanziell komplett mit dem Rücken an die Wand stellst und kein Geld für Deinen persönlichen Spaß übrig bleibt, macht sparen einfach keinen Spaß! Darum geht es aber beim Sparen mit Verstand: Vermögen aufbauen und trotzdem das Leben genießen!

Tipp mit Verstand:
Stelle Dich finanziell nicht mit dem Rücken an die Wand. Lass Dir beim Sparen noch Luft zum Atmen!

8. Du sparst zu wenig

Das Gegenteil von zu viel sparen wollen ist einfach zu wenig sparen zu wollen. Wer bei einem Netto-Einkommen von 1.500 Euro pro Monat 5 Euro auf ein Sparkonto legt kann es auch gleich lassen. Das führt zu keinem nennenswerten Erfolg und zu keinem nennenswerten Sparziel.

Nach einem Jahr z.B. kannst Du Dir dann von Deinem Ersparten ein neues Paar Schuhe kaufen. Glückwunsch. Bei Deinem Netto-Einkommen von 1.500 Euro hättest Du Dir auch jeden Monat ein Paar neue Schuhe kaufen können.

Mit dem Ersparten musst Du „große“ Ziele vor Augen haben. Ziele die Dich antreiben! Ziele die Dir wichtig sind – dann wirst Du sie viel leichter erreichen.

Vielleicht ist Dein Ziel irgendwann eine Weltreise zu machen. Mit 5 Euro pro Monat wird das so lange dauern, dass Du dann zu alt bist um die Reise anzutreten. Mein Tipp – auch aus dem Artikel Warum Du unbedingt sofort mit dem Sparen anfangen musst: Spare monatlich wenigstens 10% Deines Netto-Einkommens. In diesem Beispiel hier also 150 Euro pro Monat.

Tipp mit Verstand:
Spare mindestens 10% Deines Netto-Einkommens pro Monat um Deine Sparziele zu erreichen!

9. Du fängst gar nicht erst an zu sparen

Der Kardinalfehler beim Sparen: Es gar nicht erst tun!

Genau deswegen steht dieser Fehler hier am Schluss meiner Liste. Es ist der schlimmste Fehler beim Sparen. Die meisten Menschen sparen in ihrem Leben gar nicht. Nicht einen Euro!

Gründe für dieses Verhalten sind zum Einen das fehlende Wissen „Wie spare ich richtig?“ und zum Anderen ist es die Angst davor zu versagen. Nicht durchzuhalten. Fehler zu begehen und dadurch hart verdientes Geld zu verlieren. Hier erkläre ich das Thema noch ausführlicher: Unbedingt sofort mit dem Sparen anfangen

Wer nicht anfängt zu sparen, wird auch nie herausfinden ob er damit erfolgreich sein kann oder nicht. Fange also gleich an – und zögere es nicht weiter hinaus.

Tipp mit Verstand:
Fange sofort mit dem Sparen an: Die Zeit läuft…

Fazit

Sparen ist nicht so leicht, wie es in der Theorie klingt. Einfach mal ein paar Euro auf Seite legen reicht nicht aus.

Für erfolgreiches Sparen brauchst Du ein System. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich an diese 9 Punkte hältst:

  1. Fange frühzeitig mit dem Sparen an.
  2. Definiere Dein Sparziel schriftlich.
  3. Prüfe Dein Sparziel mit Zwischenzielen auf Realisierbarkeit.
  4. Verwechsle sparen nicht mit geizen.
  5. Informiere Dich und baue Wissen auf, bevor Du investierst.
  6. Verwechsle Konsum nicht mit Investition.
  7. Spare nicht zu viel. Lass Dir Luft zum Atmen.
  8. Spare 10% Deines Netto-Einkommens.
  9. Fange sofort mit dem Sparen an.

Mit diesen Dingen legst Du einen soliden Grundstein für das erfolgreiche Sparen.

An welchem Punkt musst Du noch am meisten arbeiten?

Holger Stollenwerk

Über den Autor

Holger Stollenwerk ist Gründer und Autor von finanzen-mit-verstand. Holger verbreitet mit diesem Blog Werkzeuge, Tipps und Wissen für den erfolgreichen Umgang mit Deinem Geld.

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Keine Sorge. Spam ist für Dummies. Wir handeln mit Verstand.

2 Kommentare

  1. Catherine

    Hallo,
    ein sehr interessanter und informativer Artikel! Weiter so …
    LG

    1. Holger StollenwerkHolger Stollenwerk (Beitrag Autor)

      Hi Catherine,

      vielen lieben Dank. Jeden Tag ein bisschen besser 🙂

      Viele Grüße
      Holger

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